Winterlager 2011

Im Bergsträßer Anzeiger am 21. Dezember 2011:

Die Pfadfinder der Bensheimer Gruppe „Hagen von Tronje“ trafen sich am zweiten Adventswochenende zum traditionellen Winterlager in Marburg an der Lahn. Dieses Lager, bei dem noch einmal alle Mitglieder des Stammes zusammenkamen, bildete als letzte Aktion einen gemeinsamen Abschluss des Jahres 2011. Als einzige Aktion der Pfadfinder findet das Winterlager in einem Selbstversorgerhaus statt, bei allen anderen Lagern wird gezeltet.

Die Sage von Artus und seiner Tafelrunde kennt jeder. Doch wer hätte gedacht, dass die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes Hagen von Tronje diese Sage jemals hautnah miterleben dürfen.
Denn als der Stamm in Marburg ankam, wurde er von König Artus verzweifelt um Hilfe gebeten. „Der heilige Gral“, so Artus,“ sei alles was sein Herz begehre.“ Für die Pfadfinder war natürlich klar, dass diese Situation sofort gelöst werden musste, und so wurde schnell entschieden das alles in der Macht stehende getan würde, um den Gral in die Hände des Königs zu übergeben.
Ob man nun eine Karriere als Ritter oder als Magier einschlagen würde, das durften die Kinder und Jugendlichen im Alter von 6-16 Jahren selbst entscheiden.
Zu jedem Ritter und zu jedem Magier gehört natürlich auch die passende Ausrüstung. Die Ritter „schmiedeten“ sich echte Schwerter aus reinem Holz, und die Magier verzauberten mit Umhängen, wie von Merlins Hand gestickt.

Den bösen schwarzen Ritter zu besiegen, in dessen Hand sich der Gral befand, war für die über 30 Pfadfinder dann ein Kinderspiel.
Doch nicht nur das ausgezeichnete Programm machte an diesem Wochenende viel Spaß. Die Pfadfinder konnte sich dieses Lager über die neue Sippe „Grane“(10-12 Jahre) freuen.
Bei der traditionellen Versprechensfeier konnten zwei Wölflinge (die jüngsten Mitglieder, 6-11 Jahre) ihr Wölflingshalstuch in Empfang nehmen.
Wie es sich für eine richtige Tafelrunde gehört, wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Das Essen war von feinstem Ritterstandard und die Köche tischten ein paar echte Spezialitäten auf.

Der letzte Abend klang dann gemütlich mit einer langen Singerunde bei Tschai, Kerzenschein, Keksen, Gitarrenspiel und Gesang aus.

Abendlager 2011

Diese Jahr fand in der Woche vor der Herbst-Landesversammlung unser gemeinsames Landesweite Abendlager statt. Dazu hatten wir schon vorher per Post eine Kiste bekommen, mit deren Inhalt wir zu diesem Zeitpunkt noch recht wenig anzufangen wussten. Der Inhalt gehörte zu den Challenges, von denen wir jeden Morgen erst um 8 Uhr erfuhren. Die Aufgabe musste dann im Laufe des Tages erledigt und anschließend bei Facebook gepostet werden. Dabei galt es natürlich, ein besseres Ergebnis abzuliefern als die 3 anderen teilnehmenden Runden. Sieger des Abendlagers ist die Runde vom Stamm Excalibur, dicht gefolgt vom Stamm Hagen von Tronje und Stamm Wisent.

Die besten Runden bekommen als Belohnung die Kosten für das RR-Moot 2012 (teilweise) erstattet.

Am Donnerstag bestand unsere Aufgabe darin, ein Lied oder ein Gedicht zu schreiben. Um hierbei einen möglichst originellen Beitrag anliefern zu können, beschlossen wir das Gedicht in unserem Bensemer Dialekt zu verfassen.

 

1. Challenge:

Gruppenfoto machen und hochladen.

2. Challenge:

Apfel und Ei spielen. Die Gruppe mit dem wertvollsten Ergebnis sollte diese Challenge gewinnen.

3. Challenge:

Frisbeerekord aufstellen. Es galt, die Frisbee in einer halben Minute möglichst oft hin und her zu werfen.

4. Challenge:

Stricken mit einer Strickliesel. Sehr kompliziertes Strickgerät, mit dem wir eine Wollwurst produzieren sollten. Selbstverständlich hat hierbei die längste Wurst gewonnen.

5. Challenge:

Ein Gedicht oder ein Lied verfassen. Um hierbei einen möglichst originellen Beitrag anliefern zu können, beschlossen wir das Gedicht in unserem Bensemer Dialekt zu verfassen.

6. Challenge:

Eine Blackstory auf originelle Weise aufklären.

 

Des Owendlacher.

 

Lous gejhts in unsrer alde poscht

drunne im keller, wo's uns nix koscht.

Des Pfadiheim is herrlich defir,

Es hat ne Kich', Klo unn Dir.

 

En Foto knipse is net schwer,

da schaffe mer emol die Giddarn her!

Fünf minudde unn der kees is 'gesse,

mir sinn halt hurdisch debei, mir Hesse!

 

Abbel unn Ei hadde mer aach schnell herbei,

dann gings halt lous mit der Rennerei.

Mer hadde halt net ganz sou veel Zeit,

iwwer die worscht havve wer uns trotzdem oig gefreit!

 

Am Dienstaach hadde mer koa frei Minud'

Da babbelt der Moritz aus der Schnut:

S' is ewe schon duster uff m Feld,

stell mer die Funzel naus – dass die uns die Wies' erhellt!

 

A horsch e mol, mir kenne doch net Stricke,

ich du des mit dem Lieselscher net blicke!

Mer wolles trotzdem emol versuche -

und kenne sibbe Meder verbuche!

 

Unn heit sinn mer aach schwer am schwitze,

sinn ja koa Simbel unn dun hier sitze,

Die Vers'scher grien mer schnell zusamme,

weil mir hawwe in uns die Bensemer Dichterflamme!

 

Wolle mer emol gugge was moie werd,

Unn ob's uns a argie Schererei beschert!

Mir mache jetz emol mim Dichte Schluss-

weils Filmsche noch uff facebook muss!

 

Iwerigens:

Bensemerisch babbele is a Kunscht,

unn wer's net kann, probierts umsunscht!

 

Landessippenhajk

Im Bergsträßer Anzeiger am 28. Oktober 2011:

Spaß haben wie ein Kaiser, gewinnen wie ein König, wandern wie ein Bettelmann – unter diesem Motto begaben sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Bensheimer Stammes Hagen von Tronje auf den Landessippenhajk der befreundeten Pfadfinder in Baden Württemberg nach Göppingen.

Die Teilnehmer, die in acht Einzelgruppen starteten wurden von Kaiser, Königin und Bettelmann in Empfang genommen und auf das Kommende vorbereitet. Das bedeutete, Aufgaben zu lösen und vom Startpunkt im Stauferpark in Göppingen den Weg zum Ziel an der Stuifenhalle in Waldstetten zu finden.
Am frühen Samstagmorgen begann der Hajk und führte die Pfadfinder unter anderem über die Dreikaiserberge. Die Wege mussten aber zunächst Punkt für Punkt entdeckt werden: Jede Gruppe hatte zu Beginn ein Hajkbuch mit verschiedenen Aufgaben bekommen. Um den nächsten Wegpunkt zu finden mussten einige dieser Aufgaben gelöst werden, anhand von Bilderrätseln oder verschlüsselten GPS-Koordinaten.
Manche dieser Wegpunkte führten direkt zu bemannten Posten, an denen die Teilnehmer neue Aufgaben bestehen mussten. Auf dem Programm standen klettern, ein kleines Quiz zur Ruine Rechberg mit anschließendem Tast-Memory, Geheimschriften entschlüsseln und ein Geschicklichkeitsparcours. 
Falls die entsprechenden Koordinaten nicht gefunden wurden, gab es Lösungen und ein Notfalltelefon, an das man sich wenden konnte, um auch immer den richtigen Weg zu finden. Insgesamt waren die Pfadfinder auf diesem Hajk drei Tage unterwegs. Übernachtet wurde in den typischen schwarzen Pfadfinderzelten, den Kohten. Die Abende verbrachte man mit Tschai und Keksen bei einer gemütlichen Singerunde.

Außerdem gab es im Hajkbuch auch noch Aufgaben, die nebenher gelöst werden konnten zu Literatur, Pfadfinder– und Allgemeinwissen. Jetzt wissen die Pfadfinder zumindest auch wieviele Sesamkörner durchschnittlich auf einem BigMac-Brötchen sind. Jede gelöste Aufgabe gab Punkte, die die Gruppe am Ende des Hajks zum Sieger machen konnte. Diese wurden dann am Abschlussabend mit einer kleinen Theatereinlage von Kaiser, Königin und Bettelmann bekannt gegeben. Für die Pfadfinder aus Bensheim war es eine gelungene Premiere in Baden Württemberg bei herrlichstem Herbstwetter!

Elternfahrt

Bergsträßer Anzeiger am 25. Oktober 2011:

BENSHEIM. Das Wochenende oder die Ferien nahen und die Kinder gehen als Pfadfinder auf Fahrt. Und ......  die Eltern wissen alles besser! Eine Situation, die sicher viele Menschen gut kennen. Grund genug also für die Pfadfinder des Stammes "Hagen von Tronje“ einmal die Perspektive zu wechseln und die Eltern mit auf Fahrt zu nehmen. Übernachten im Wald? Das ganze Essen und Zeltmaterial selbst tragen - Bergauf und Bergab? Für einige Eltern wurde dies nun schweißtreibende Wirklichkeit. Rund 40 km ging es dieser Tage von Bensheim aus in den Odenwald, das Ziel war offen.

"Wir wollten den Eltern unserer Pfadfinder einmal zeigen, was es wirklich bedeutet selbstverantwortlich
mit Sack und Pack unterwegs zu sein. Mit dem Wetter klar zu kommen und gleichzeitig Gute Laune zu behalten. Mit anderen Menschen auch in schwierigen Situationen gut Freund zu sein“ so Stammesführer Martin Deppert.

Vor dem eigentlichen Start fand ein gemeinsames Vorbereitungstreffen im BdP-Stammesheim am Ritterplatz statt. In den bereits prallen Rucksack mussten noch Zeltplanen, Schnüre, Lebensmittel, Kochtopf und Beil gepackt werden. Nach Klärung aller Fragen stand dann fest: Am Freitag geht es los. Wohin? Das sollte dem Zufall überlassen bleiben.

 

Die mutigen Eltern starteten dann mit bester Laune am Freitag Nachmittag. Am Bassmann vorbei ging der Weg bis hinter Gronau, wo ein erstes Nachtlager aufgeschlagen wurde. Am Abend lernten die Eltern den stimmungsvollen Ablauf einer Tuchverleihung kennen. Ein Erlebnis der besonderen Art, das „Speedy“, „Flo“ und „Ente“ sehr eindrucksvoll geplant und vorbereitet hatten. Bei Fackelschein und literarischen Anregungen kam so mancher ins Nachdenken.

 

Frisch gestärkt ging es am nächsten Tag hoch hinauf zum Schannenbacher Moor, dann weiter über den Heiligenberg bis zur allseits gut bekannten „Jägerrast“ im Wald bei Hambach. Inzwischen schon gut eingespielt funktionierte die Elterngruppe optimal: Die Einen holten frisches Trinkwasser aus einer Waldquelle und die anderen nutzten die Gelegenheit für eine Kaffeepause am neuen Lagerplatz. Ganz zünftig mit selbst gesammeltem und zubereiten frischen Pilzen, Spaghetti, Gitarre und dem Lied „Bella Ciao“ neigte sich dann auch dieser Tag zu schnell seinem Ende zu. Der Weg zurück nach Bensheim führte am nächsten Morgen fast nur bergab, so dass alle wohlbehalten und erholt wieder den grauen Asphalt unter die Füße nehmen konnten.

 

„Wir lösen das Band der Hände, das Band der Herzen bleibt bestehen. Mit einem 'Allzeit bereit' und 'gut Pfad'!“ mit diesen Worten verabschiedete der Stammesführer die Eltern die nun vieles besser verstehen können als noch vor diesem Wochenende.

 

Landesfahrt nach Lettland 2011

Im Sommer 2011 haben wir mit einer kleinen Fahrtengruppe an der Landesfahrt nach Lettland teilgenommen. Fast 200 Pfadfinder sind mit Reisebussen knapp 35 Stunden an verschiedene Startpunkte in Lettland gefahren. Dann sind die Sippen 2 Wochen auf Fahrt gegangen und haben sich anschließend zu einem gemeinsamen Abschlusslager nahe des Ruckas See getroffen. 

Unsere Gruppe ist in Dundaga gestartet und an der Küste entlang nach Riga gelaufen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Riga sind wir mit der Bahn zum Gauja-Nationalpark gefahren und sind dort auf dem Gauja-Fluss eine weitere Woche gemeinsam mit einer anderen Gruppe, die wir zufällig getroffen haben, mit dem Kanu unterwegs gewesen.

Osterlager in Tschechien 2011

In den Osterferien waren wir bei unserem befreundeten Partnerstamm in Hostinée (Tschechien) auf dem Osterlager zu Besuch! Eine Woche lang boten die tschechischen Pfadfinder uns ein abwechslungsreiches Programm in der Umgebung ihrer Stadt. Abends saßen wir am Feuer zusammen und haben deutsche und tschechische Lieder gesungen und Tee getrunken.

Auf der An- und Abreise haben wir kurze Aufenthalte in Prag eingeplant, wo das folgende Gruppenfoto entstanden ist.