Berichte 2014

Pfadfinder reisen ins Mittelalter (Winterlager 2014)

Im Dezember fand wie jedes Jahr das Winterlager des Stammes „Hagen von Tronje“ aus Bensheim statt. Dieses Mal ging es nach Schriesheim (bei der Spatschlucht). Dort konnten die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in die Welt der mittelalterlichen Spielleute eintauchen.

Nach der kurzen Anreise erkundeten die Kinder zunächst die Umgebung mitten im Wald rund um die Hütte des Stammes „Graue Bären“ aus Baden-Württemberg, in der wir das Wochenende verbracht haben. Daraufhin gab es ein leckeres Abendessen und nachdem die zeitreisenden Spielleute ihre unterschiedlichen Begabungen vorstellten, folgte ein aufregender Tanzabend, der von zahlreichen Instrumenten begleitet wurde und den Abend erfolgreich beendete.

Am nächsten Tag stand die Stammesvollversammlung an – eine wichtige Veranstaltung, in der verschiedene Ämter, wie zum Beispiel Stammesführung, Kassenwart oder Delegierte für den Landesverband von allen Mitgliedern von klein bis groß gewählt wurden. Unter anderem wurde nach zwei Jahren, in denen Florian Deppert den Stamm leitete, eine neue Stammesführung bestimmt, die nun aus Julia Blome und Jakob Bort besteht.

Der Spaß und das Thema des Lagers durften selbstverständlich nicht zu kurz kommen, weswegen den Anwesenden am Nachmittag eine Vielzahl von AGs angeboten wurde, unter Anderem Bogenschießen wie Robin Hood, Theater spielen, Instrumente selbst bauen und wie man Kunststücke mit beispielsweise Diabolos erlernt. Nachdem die Teilnehmer am Abend einer Feuershow zusehen konnten, wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen vorgeführt.

Außerdem legten manche ihr Versprechen ab, was bedeutet, dass sie das traditionelle Halstuch verliehen bekamen. Auch für einige der etwas Älteren fand auf diesem Lager der Übergang in die dritte und somit letzte Pfadfinderstufe „Ranger/Rover“ statt. Nicht zu vergessen sind die schönen, gemütlichen Singerunden, die jeden Abend stattfanden, in denen neben vielen Liedern und Instrumenten natürlich auch die Kekse nicht fehlen durften.

Am Tag der Abreise ging es in kürzester Zeit wieder zurück nach Hause. So endete ein ereignisreiches Wochenende, in dem alle Beteiligten viel Spaß hatten und auch Einiges über das Mittelalter und die Spielleute lernten.

Stammesgroßfahrt nach Slowenien 2014

Diesmal ging es für die Bensheimer Pfadfinder nach Slowenien in die Julischen Alpen. Auf Fahrt sein, das bedeutet: drei Wochen zu Fuß unterwegs. Im Rucksack ist alles dabei, was man für diese Zeit braucht.

Abends wird die traditionelle Kothe aufgebaut, auf dem Feuer gekocht und am nächsten Morgen geht es weiter, mal mehr mal weniger anstrengend bergauf und bergab. So eine Fahrt ist immer eine Zeit voller erinnerungswürdiger Erlebnisse, an jedem Tag warten neue Herausforderungen, aber auch schöne Begegnungen mit Land und Leuten.

Vor Beginn der Fahrt stiegen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder nach einer sehr langen Reise in Ljubljana aus dem Zug. Die Vorfreude war groß und jeder fragte sich, wie die dreiwöchige Fahrt verlaufen würde. Am Bahnhof in Ljubljana wurde die 12-köpfige Gruppe von einer slowenischen Pfadfinderin abgeholt und zu deren Stammesheim geführt, das am Rande der Stadt lag. Die erste Nacht wurde dort gemeinsam verbracht, bevor sich am nächsten Morgen der Stamm in zwei Fahrtengruppen zu je sechs Personen aufteilte.

Jede Gruppe bewältigte zunächst für fünf Tage ihren eigenen Weg. Am fünften Tag trafen sich die beiden Gruppen in der Stadt Bled und verbrachten einen schönen Abend gemeinsam am See.

Danach ging es weiter und so trennten sich die Wege der Gruppen wieder. Die Landschaft Sloweniens wurde weiter erkundet, denn die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Die vielen türkisfarbenen Bäche und Flüsse, die sich durch die Täler der Landschaft zogen, luden zum Baden und Waschen ein, auch wenn das Wasser eiskalt war. Natürlich wurden aber auch Gipfel bestiegen, von wo man eine wunderschöne Aussicht genießen konnte.

Nach weiteren anderthalb Wochen Fahrt, und vielen schönen Begegnungen mit gastfreundlichen Einwohnern, traf sich der ganze Stamm wieder in Ljubljana. Selbstverständlich nahm sich die Gruppe auch einige Stunden Zeit, um die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Am Abend vor der Heimkehr gab es wieder ein Treffen mit den slowenischen Pfadfindern, die ein Sommerfest mit 70 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Ljubljana feierten. Es wurde viel gelacht, erzählt und Kontakte wurden ausgetauscht. Am nächsten Morgen ging es dann mit vielen neuen Erlebnissen und schönen Erinnerungen an diese Großfahrt wieder zurück nach Deutschland.

Nicht lange die Beine hochgelegt

Auch wenn alle sich freuten, wieder zu Hause zu sein und die Beine hochlegen zu können, trafen sich die Pfadfinder dennoch zwei Tage später zu einer gemeinsamen Singrunde. Aber auch beim alljährlichen Winzerfestumzug durfte der Stamm Hagen von Tronje natürlich nicht fehlen, und so wurden die Wanderschuhe wieder rausgeholt, das Feuer auf dem Wagen entfacht, um den Pfadfinder-Gedanken in die Welt zu tragen.

Landespfingstlager 2014

Vom 6. Bis 9. Juni war die nordhessische Stadt Immenhausen wieder die Heimat von 700 Pfadfindern aus Hessen. Denn alle zwei Jahre findet dort das hessische Landespfingstlager statt. Auch der Pfadfinderstamm Hagen von Tronje aus Bensheim war mit 25 Teilnehmer dabei. Die Jugendlichen zwischen 9 und 21 Jahren schliefen in den pfadfindertypischen Schwarzzelten, kochten auf dem Feuer, und sangen bis tief in die Nacht ihre bündischen Lieder. In einer feierlichen Versprechensfeier gaben zwei Teilnehmer ihr Pfadfinderversprechen ab und bekamen ihr Halstuch verliehen.  

An dem Wochenende konnten alle den Alltag  und den Schulstress hinter sich lassen und bei dem gemeinsamen Pragramm auf andere Gedanken kommen und der Kreativität freien Lauf lassen. Neben großen Geländespielen wurde auch gebastelt und mit den selbst gemachten Wellness Masken konnte sich jeder einfach mal entspannen. Wie bei den Pfadfindern üblich, gab es auch genug Zeit, zur freien Verfügung, die die Jugendlichen selbstständig gestalten konnten. In dieser Zeit schnitzten Sie zum Beispiel Löffel oder unternahmen längere Streifzüge durch den angrenzenden Wald.

Am Ende fuhren die 25 Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit vielen neuen Erlebnissen aber auch mit neuen und lehrreichen Erfahrungen wieder  gemeinsam nach Hause. Und in einigen Wochen wartet schon die nächste Veranstaltung auf die Pfadfinder. Dann gehen sie für drei Wochen nach Slowenien auf Stammesgroßfahrt.