Berichte 2015

Die Berichte von den Grundstückstage findet ihr unter "unser Grundstück am Eichelberg".

Winterlager

 

Am Wochenende des ersten Advents fand wie jedes Jahr unser Winterlager für den ganzen Stamm statt, das wir so wie im vorherigen Jahr in einer Hütte bei der Spatschlucht in Schriesheim verbrachten.

 

Insgesamt waren über 30 Mitglieder unseres Stammes dabei, die alle zusammen dabei halfen, die entführte Prinzessin Peach von "Super Mario" aus der Gewalt des bösen Bowser zu befreien. Dazu mussten sie aber naturlich zuerst die Bewohner der Super Mario Welt besser kennenlernen.

Bei Mario konnten sie lernen, die Titelmelodie des Spiels auf einem Instrument zu spielen, bei seinem Bruder Luigi wurden essbare Power-Sterne gebacken und bei Yoshi konnten echte Dracheneier gebastelt werden. Außerdem konnte man sich seine eigene Super Mario oder Luigi Mütze nähen und einen Schildkrötenpanzer bauen. 

 

Nachdem die Kinder die verschiedenen Charaktere besser kennengelernt haben, wollten sie ihnen natürlich sofort dabei helfen, Prinzessin Peach zu retten. Das war jedoch nicht so leicht wie erwartet, weil sie zuerst kleine Aufgaben lösen mussten, um sich Taler zu verdienen, mit denen sie anschließend Teile der Karte kaufen konnten, die sie zum Hauptqaurtier des bösen Bowser führte, wo er die Prinzessin gefangen hielt. Als alle Kartenstücke aufgetrieben wurden und sie somit den Weg zu Bowsers Versteck fanden, konnte der Bösewicht endlich besiegt und die Prinzessin befreit werden.

 

Neben Spiel und Spaß fand auf dem Winterlager auch die alljährliche Stammesvollversammlung statt, bei der wichtige Ämter gewählt und über Dinge abgestimmt werden. In diesem Rahmen stellte die Gilde Lindenblatt auch ihre Kundschaft (= so etwas Ähnliches wie ein Projekt) zum Thema Flüchtlinge in Deutschland vor.

 

Seit dem Winterlager ist die Gilde eine Runde, da die Mitglieder ihre Wache hielten und somit die Ranger/Rover Stufe, also die höchste Alterstufe der Pfadfinder, erreicht haben.

Auch für einige der etwas Jüngeren ereignete sich auf dem Lager etwas Besonderes, da vier Wölflinge und fünf Sipplinge ihr Halstuch verliehen bekamen.

 

Wir freuen uns, dass so viele auf dem Winterlager dabei waren und wir gemeinsam ein schönes Wochenende mit viel Spaß und sogar etwas Schnee verbringen konnten!

Der ganze Stamm

Elternfahrt

 

Am Freitag, den 25.09.15, machten sich insgesamt neun Elternteile zusammen mit zwei Führungskreismitgliedern auf den Weg, um das Wochenende mal so wie ihre Kinder bei den Pfadfindern zu verbringen, nämlich auf Fahrt.

 

Nachdem das Gemeinschaftsgepäck nachmittags im Stammesheim aufgeteilt wurde, ging es auch schon in Richtung Grundstück, wo wir den ersten Abend gemeinsam bei einem gemütlichen Lagerfeuer und typischen Pfadfinderliedern verbrachten. Dort konnten die Eltern lernen, wie man zum Beispiel eine Kothe aufbaut oder auf dem Feuer kocht.

Als am nächsten morgen noch zwei Eltern zur Gruppe dazustießen, konnte die eigentliche Fahrt auch endlich "richtig" losgehen. Wir wanderten durch den schönen Odenwald und verbrachten den Tag gemeinsam bei tollem Wetter. So erhielten die Mütter und Väter einen Einblick darin, was ihre Kinder auf Fahrten so alles erleben und konnten sehen, wie es ist, alles, was man braucht, mit sich zu tragen.

Da drei der Teilnehmer zum ersten mal dabei waren, fand am letzten Abend, den wir in Ober-Hambach verbrachten, zum Abschluss die traditionelle Verleihung des Elterntuches statt, damit auch diese ihr Halstuch erhielten.

 

Somit ging das ereignissreiche Wochenende, das allen Beteiligten viel Spaß bereitete, am nächsten Tag auch schon zu Ende. Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Eltern mitgefahren sind und hoffen, dass es nächstes Jahr wieder genauso schön wird!

Elternfahrt 2015

Landesfahrt nach Rumänien

Zu unserer diesjährigen Großfahrt machten sich 9 Pfadfinder auf ins ferne Rumänien.

Leider mussten wir zunächst zu acht abreisen, da eine Person kurz vorher in einen Nagel getreten ist. Der Hinweg war beschwerlich - 23 Stunden in einem Bus zu sitzen sind echt anstrengend und so waren wir noch bevor wir losliefen müde. Also erstmal Mittag essen auf einer kleinen Wiese neben dem Supermarkt. Mitten beim Essen fragte uns eine Frau vom Gartenzaun aus, ob wir uns die Hände waschen wollen (natürlich mit Verständigungsproblemen). Perplex von der freundlichen Art lehnten wir ab. Es war ja auch der erste Tag und wir haben uns noch sehr sauber gefühlt. Doch auch die zweite Begegnung mit der rumänischen Gastfreundschaft ließ nicht lange auf sich warten… Wir hatten gerade eingekauft und waren die ersten 500 Meter gelaufen, als uns ohne ersichtlichen Grund eine Frau von der Straße holte, uns versuchte den Weg zu erklären (den wir eigentlich wussten) und dafür noch rumtelefonierte und etliche Hebel in Bewegung setzte. Eine halbe Stunde später ging es endlich in die gleiche Richtung weiter. Die Nacht durften wir auf der Wiese von einem netten Mann schlafen. Er hatte Kühe, die abends dort noch grasten und so bekamen wir Käse geschenkt. Dort hatten wir auch den ersten Kontakt zu Straßenhunden. Sie waren ständig um uns herum, was überhaupt kein Problem war, weil sie immer ihren „Sicherheitsabstand“ hielten. Der Rückblick auf den ersten Tag - mehrere Stunden für ca 10km - war bitterlich und wir kamen zu dem Entschluss, dass man 1. früh los muss wegen der unerbittlichen Hitze und 2. die Straße laufen muss, wenn die Karte sonst keinen Weg zeigt. Unser Weg hatte uns zickzack durch Felder und über Wiesen geführt. Außerdem haben wir festgestellt, dass es diesem Land deutlich an Schatten und Wald fehlt. Jedes Mal, wenn wir dachten: „In dem Wald machen wir Rast“, waren es nur Büsche und der Schatten beschränkte sich auf einen halben Meter Rand drumherum. Zum Frühstück kam der Mann nochmal und brachte uns Fleisch und Weißbrot. Kein normales Frühstück, aber sicherlich nett gemeint. Also nahmen wir es an (Es hat auch noch für das gesamte Mittagessen gereicht…) Außerdem bekamen wir noch 4l Cola und 4l Wasser in Flaschen, was wir verzweifelt versuchten abzulehnen, da wir es ja auch tragen mussten. Es half nichts. „Ihr seid ja jung und kräftig“ hieß es und wir bekamen die Flaschen in die Hand gedrückt.

So zogen wir also weiter über die Straße von Dorf zu Dorf. Am dritten Tag sah es abends nach Regen aus. Also wollten wir im nächsten Ort bei der Kirche nach einem Schlafplatz fragen, doch in dem Ort gab es keinen Pfarrer mehr und auch in der Schule wollte man uns nicht schlafen lassen. Das erste Mal waren wir enttäuscht von der Gastfreundschaft, sahen aber schnell ein, dass dieses Land halt doch sehr arm ist. Außerhalb vom Ort bot uns dann ein Mann an, auf seiner Kuhweide zu Zelten. Natürlich nahmen wir das gerne an. Er brachte uns Stangen sogar für unsere Kothe (Zelt). Obwohl er kein Wort deutsch oder englisch sprach, war sehr offen und freundlich zu uns. Zum Essen wollte er sich aber nicht einladen lassen.

Am nächsten Tag kamen wir zu dem Entschluss: In diesem Land regnet es nur höchstens 3 Tropfen und bis zum Abschlusslager (3 Tage vor Schluss) bestätigte sich das auch. Den Rest der Fahrt wurden die Kothenplanen also zum Zudecken benutzt. Das Highlight der Fahrt war für mich die Kutschfahrt zum Dorfbrunnen. Man hat sich wie in einer anderen Zeit gefühlt. Wir haben auch häufig Bekanntschaft mit Schäfern bzw. deren Hunde gemacht. Da geht man lieber einen großen Bogen außen rum, denn die Hunde beschützen auch einen leeren Zaun mit einer beeindruckenden Ausdauer.

Zusammenfassend war die Fahrt ein beeindruckender Einblick in die Mentalität: diese Gastfreundschaft, obwohl sie selbst so arm sind; Die Bauern, die noch mit Kutschen das Heu vom Feld holen und es circa zehnmal so hoch wie der Wagen selbst drauf spannen und dann müssen ja noch der Kutscher und die helfenden Kinder oben drauf.

30-jähriges Jubiläum

Am 4.Juli 2015 haben wir unser 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Der „große Ansturm“ bei der Feier auf unserem Grundstück blieb aufgrund des heißen Wetters leider aus. Trotzdem saßen einige in gemütlicher Runde zusammen, haben sich alte Fotos angeschaut und zur Abkühlung gab es eine Wasserschlacht. Nicht zu vergessen ist auch das von den Eltern zusammengestellte leckere Essen - Danke dafür!

Außerdem ist ein schöner Bericht entstanden, den ihr euch hier anschauen könnt: http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/bensheim/leben-ohne-luxus-in-freier-natur-1.2330873

(Kleine Anmerkung: Julia Borte ist natürlich Quatsch! Da ist wohl etwas mit Julia Blome und Jakob Bort durcheinander geraten :D)

30-jähriges Stammesjubiläum 2015

In 4 Tagen um die Welt (Pfingstlager)

Bensheim. Um dem welterfahrenen Engländer Phileas Fogg zu helfen, machten sich am Pfingstwochenende 24 Bensheimer PfadfinderInnen des BdP-Stammes Hagen von Tronje nach Groß-Gerau auf. Dieser hatte mit einem Freund gewettet, dass er es schaffe, in vier Tagen um die Welt zu reisen. Natürlich waren die abenteuerlustigen PfadfinderInnen von dieser Herausforderung begeistert.

Bereits am ersten Tag durchquerten sie ganz Europa, wo sie den Abend bei leckerer italienischer Pasta ausklingen ließen. Dank des schnellen High-Speed-Luftballons war es möglich, schon am nächsten Vormittag in Ägypten zu landen. Von dort aus fand sich ein Weg nach Indien, jedoch endete die Zugstrecke mitten im Dschungel. Demnach war es nur möglich, den Weg mit Hilfe von Elefanten fortzusetzen. Weil sie dort zufällig Ninjas trafen, ergab sich die einmalige Gelegenheit, bei diesen in die Lehre zu gehen. Die neu erlangten Fähigkeiten konnten gleich eingesetzt werden, um eine Frau aus der Gefangenschaft zu befreien. Da der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen darf, wurde neben den aufregenden Abenteuern auch ein Tanzabend veranstaltet.

Frisch erholt ging es am nächsten Morgen mit dem fliegenden Teppich des indischen Händlers nach China. Dort mussten  selbstverständlich die kulinarischen Spezialitäten getestet werden. Nach dem Mittagessen flogen sie mit dem chinesischen Drachen „Goldi“ weiter nach Amerika, wo auch schon die nächste Herausforderung auf sie wartete. Gangster hatten das Weiße Haus zerstört, weswegen die Kinder und Jugendlichen sie aufhalten mussten. Somit wurde auch die letzte Aufgabe der weiten Reise mit Bravour gelöst.

Nun ging es wieder zurück nach England, was bedeutete, dass sie die Wette erfolgreich gewonnen haben. *Applaus* #Yeah! Als Belohnung für die Hilfe erhielten die Weltreisenden einen Anteil des Wetteinsatzes. So gingen vier ereignisreiche Tage zu Ende, die allen Beteiligten viel Spaß bereiteten.

Gildenfahrt

Am Christi Himmelfahrt-Wochenende waren wir zu sechst unterwegs die ehemalige deutsch-deutsche bei Thüringen zu erkunden. Unser Fazit: Berge sind scheiße! :D Die Grenze geht ganz schön rauf und runter... Leider waren auch nur noch die Bodenplatten zu erkennen. Aber immerhin war das Wetter schön und es war mal wieder ein super Gefühl auf Fahrt zu sein. Dieses einfache Leben auf Fahrt ist einfach unbeschreiblich! Es ist nicht immer leicht zusammen, aber man lernt sich so kennen wie sonst nirgens und freut sich wieder über kleine Dinge wie eine Dusche oder Hi-Ha-Ho :P